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Herzogenbuchsee stand am letzten Wochenende im Juni ganz im Zeichen des
Kantonal-Bernischen Trachtenfestes. Anlass für das Fest war der 75. Geburtstag
der Bernischen Trachtenvereinigung BTV. Schönstes Sommerwetter und verschiedene
Highlights prägten die drei Festtage.
Volksmusik-Direktsendung «Zoogä-n-am Boogä» mit Schweizer Radio DRS 1
aus dem Festzelt des Kantonal-Bernischen Trachtenfestes am Freitagabend.
Moderator Beat Tschümperlin schätzte, dass zu Hause rund eine halbe Million
Zuhörerinnen und Zuhörer die Sendung verfolgen. «Die Sendung unmittelbar vor
unserem Fest habe ich sehr gut gefunden,» sagte Käthi Röthlisberger,
Statthalterin der BTV nach der Sendung. «Sie hat dem Trachtenwochenende
in Herzogenbuchsee sicher viel gebracht, denn das Fest konnte im Laufe der
Sendung mehrmals erwähnt werden.»
Ordentliches Bott
Im Rahmen des Trachtenfestes fand am Samstagmorgen im Festzelt ein kantonales
Bott statt. Obmann Heinz Wüthrich (Oberburg) freute sich, rund 800 Trachtenleute
und Gäste im festlich geschmückten Festzelt begrüssen zu können.
Die Delegierten bestimmten als neue Singleiterin Gabriela Moser (Meiringen). Sie
ersetzt den bisherigen Singleiter Ueli Durni (Schüpfen). Im Weiteren bestätigten
sie den Obmann des Landesteils Emmental, Walter Blaser (Wasen i.E.), als Mitglied
des Kantonalvorstandes. Neuer Fähnrich wurde Klaus Rentsch (Oberönz). Er ersetzt
Walter Beutler (Burgdorf). Ferner übertrugen die Delegierten Esther Mühlemann
(Roggwil) das Amt der Protokollführerin und ersetzten damit die zurücktretende
Rita Spichiger (Bern).
Als Dank und in Anerkennung der grossen Verdienste um das Trachtenwesen
ernannte die Versammlung Ueli Durni (Schüpfen), Grety Aeby (Utzenstorf) und
Beat Kobel (Schüpfen) zu Ehrenmitgliedern der Bernischen Trachtenvereinigung.
Gesang und Tanz
Zu Beginn des Samstagnachmittags erfolgte der Fahnenakt. Statthalterin
Käthi Röthlisberger: «Ein Fahnenakt ist immer etwas Eindrückliches. Der
OK-Präsident des Trachtenfestes 1989 Burgdorf übergab die Fahne dem
Obmann der BTV und dieser reichte sie weiter an den OK-Präsidenten des
Trachtenfestes 2004 Herzogenbuchsee.»
Tanz und Gesang auf dem Festareal folgten der Fahnenübernahme. Rund 2800
Leute, Zuschauende und Mitwirkende, waren auf dem Platz. Gegen eintausend
von ihnen tanzten zu Beginn gemeinsam die Polonaise. Ein grandioses Schauspiel
bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauern. Volkstänze und Volkslieder
wechselten sich im Programm ab.
Unterhaltung mit Charme und Pfiff
Grossaufmarsch des Publikums für den Unterhaltungsabend am Samstag.
Weit mehr als 2000 Personen fanden sich im Festzelt ein.
Die Landesteile Oberland, Mittelland, Emmental, Seeland, Jura bernois
und Oberaargau bestritten den Abend. Und als Gäste waren mehrere
Folkloregruppen aus der Slowakei und eine Delegation der Schweizerischen
Landjugendorganisation mit dabei. Die Mitwirkenden hatten die Aufgabe,
sich dem Publikum vorzustellen. Sie boten ein Feuerwerk an Auftritten,
Bildern, Gesängen, Tänzen und zum Teil auch Texten. Statthalterin Käthi
Röthlisberger zeigte sich nach den Darbietungen begeistert: «Ich finde,
dass sich alle sehr gut präsentiert haben.»
Der Samstag klang aus mit einem Mitternachtskonzert in der reformierten
Kirche. «Es war ein wunderbarer Abschluss des Tages, das Tüpfelchen auf
dem i», so Käthi Röthlisberger.
Gottesdienst und Festakt
Der Sonntag begann mit dem Eintreffen der Ehrengäste und dem ökumenischen
Gottesdienst. Anschliessend folgte der Festakt zum 75-jährigen Bestehen
der Bernischen Trachtenvereinigung. Verschiedene Gäste überbrachten Grüsse
und gratulierten der Jubilarin. Die Festansprache hielt der Präsident der
IG Volkskultur und alt Nationalrat Hanspeter Seiler (SVP), Oberhofen. Er
sagte in seiner Rede unter anderem, die Bernische Trachtenvereinigung BTV
habe eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. «Tragt Sorge zur Tracht. Sie
hat es nötig!»
Festumzug als Höhepunkt
Der grosse Festumzug mit insgesamt 72 Bildern und gut 2100 Mitwirkenden
bildete den krönenden Abschluss des Festes. Tausende von Zuschauerinnen
und Zuschauern genossen das bunte, fröhliche Treiben und bedachten die
Organisatoren mit viel Lob. «Herzliche Gratulation an alle, die am
Festumzug beteiligt waren. Wir waren sehr beeindruckt!», sagte zum Beispiel
die Baselländerin Erika Rickenbacher nach dem Umzug.
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